MP2070/Etomoxir bewirkt durch die Hemmung des am Fettsäurestoffwechsel beteiligten Transportproteins Carnitin Palmitoyltransferase 1 (E.C. 2.3.1.21) eine Veränderung im Energiestoffwechsel. Diese Änderung wirkt sich positiv auf die Pumpleistung des Herzmuskels aus, einhergehend mit einer Herz-stärkenden Wirkung und zeigte in einer unabhängig von der MetrioPharm AG im Januar 2010 veröffentlichten US-Studie (The Journal of Clinical Investigation, 2010 Jan, 120(1): 142-156) ebenfalls eine Wirksamkeit bei der Behandlung von Leukämie ("Blutkrebs"). Durch seinen Wirkungsmechanismus ist MP2070/Etomoxir in der Lage das Wachstum von Leukämiezellen zu hemmen und die Krebszellen gleichzeitig empfindlicher gegenüber Zytostatika (Standardtherapie) zu machen.
Neben der Leitsubstanz MP2070/Etomoxir befindet sich eine Reihe von Nachfolgesubstanzen im Entwicklungsprogramm der MetrioPharm AG (Wirkstoffklasse MP2000).
Wirkungsmechanismus
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Die Pumpleistung des Herzens ist auf die Bereitstellung von Energie und ein ausrei-chendes Sauerstoffangebot angewiesen. Als primäre Energiequelle dienen dabei Fett-säuren, die mittels des Enzyms Carnitin Palmitoyltransferase 1 (CPT 1) in die sogenann-ten Mitochondrien („Kraftwerke der Zelle“) transportiert und dort durch β-Oxidation unter Gewinnung von Energie abgebaut werden. Dieser Prozess setzt ein ausreichendes Sauerstoffangebot voraus, welches beim Krankheitsbild der Ischämie und der hypoxisch bedingten Herzinsuffizienz nicht gewährleistet ist.
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MP2070/Etomoxir hemmt den Fettsäure-transport in die Mitochondrien durch Bindung des Enzyms CPT 1. Dadurch wird jetzt Glukose anstelle von Fettsäuren als Energiequelle genutzt.
Die Folge: Eine höhere Energieausbeute bei geringerem Sauerstoffbedarf und somit eine Entlastung des Herzmuskels.
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Bei längerer MP2070/Etomoxir-Gabe wurde eine Vergrößerung des Herzmuskels beobach-tet, wie sie nach Ausdauersport eintritt, einhergehend mit einer Stärkung des Herzens.
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Schematische Darstellung des Fettsäure- bzw. Glukosetransportes über die äußere (ÄM) und innere Mitochondrienmembran (IM) mittels CPT 1.
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