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Metriopharm AG eröffnet Repräsentanz in den USA

Zürich, 29.10.2007, mit der Eröffnung einer eigenen Repräsentanz in den USA schafft die Metriopharm AG eine wichtige Voraussetzung für zukünftige Lizenzabschlüsse im weltweit größten Pharmamarkt USA. Die Metriopharm AG unterzeichnete in der vergangenen Woche alle notwendigen Verträge zur Eröffnung ihrer Geschäftsräume in Phoenix, Arizona. Als Leiter der Repräsentanz konnte Dr. Richard Melde gewonnen werden. Dr. Melde studierte Chemie und Medizin und besitzt einen Master in Business Administration. Dr. Melde verfügt über langjährige unternehmerische Erfahrung im US Gesundheitssystem, u. a. baute er die erste Kette von Notfallmedizinkliniken im Bundesstaat Arizona auf. Dr. Melde wird durch eine weitere Mitarbeiterin unterstützt. Der Standort Phoenix zeichnet sich durch eine relativ zentrale Lage zwischen Ost- und Westküste der USA aus. In den letzten Jahren haben sich dort zahlreiche prominente Pharmaunternehmen angesiedelt. Die Geschäftsführung der Metriopahrm AG wird, vertreten durch Herrn Ekkehard Brysch, die offizielle Eröffnung der Repräsentanz am 7. November 2007 in den USA vornehmen.

„Wir sind froh, mit Dr. Melde einen Leiter unserer US Repräsentanz gefunden zu haben der als Mediziner und Manager eine gleichermaßen erfolgreiche Laufbahn vorzuweisen hat. Dies wird uns helfen, unsere Präsenz und Sichtbarkeit auf dem wichtigen US Pharmalizenzmarkt deutlich zu erhöhen.“ kommentierte dazu Herr Ekkehard Brysch, CFO der MetrioPharm AG.

MP-1021 hat positiven Effekt auf die Regeneration von Lebergewebe

In präklinischen Untersuchungen konnte  ein stimulierender Einfluss von MP-1021 auf die Regeneration von Lebergewebe gezeigt werden. Die Versuche wurden durchgeführt, um weitere mögliche biologische Wirkungen des Medikamentes systematisch zu erforschen.

Ausgehend von der Beobachtung, dass sich bei einer Reihe von Patienten, welche im Rahmen einer Hepatitis-Therapie mit MP-1021 behandelt wurden, die biochemischen Indikatoren der Leberfunktion deutlich schneller normalisiert haben als ursprünglich erwartet, wurde die Frage untersucht, ob MP-1021 auch einen positiven Einfluss auf die Regeneration von nicht-zirrhotischem Lebergewebe hat.

Die Untersuchungen zeigten, dass MP-1021 in niedrigen Dosierungen einen ausgeprägt positiven Effekt auf die Regeneration von Lebergewebe hat. In MP-1021 behandeltem Lebergewebe fanden sich im Schnitt achtmal so viele mitotische (sich teilende) Leberzellen wie in unbehandelten Kontrollen. Innerhalb von 17 Stunden nahm die Masse an regeneriertem Gewebe nach MP-1021 Gabe um 30% gegenüber unbehandeltem Gewebe zu.

Eine verbesserte Regeneration von Lebergewebe könnte bei Erkrankungen eine Rolle spielen, bei denen Teile der Leber operativ entfernt werden müssen. Teilweise Resektionen der Leber sind bei Lebertumoren, Lebermetastasen oder parasitärem Befall der Leber (z.B. Fuchsbandwurm) oft unumgänglich. Eine verbesserte Regeneration des nach so einer Operation verbliebenen Lebergewebes könnte einen wichtigen Beitrag zur Nachsorge dieser Patienten darstellen und das therapeutische Anwendungsspektrum von MP-1021 um eine weitere Indikation bereichern.


Über die Metriopharm AG

Die Metriopharm AG ist ein Biotechnologie Unternehmen, das innovative Medikamente gegen Infektions- und Entzündungskrankheiten entwickelt.  Moleküle aus der Entwicklungspipeline der Metriopharm AG, die zur patentierten Wirkstoffklasse MP-1000 gehören, können bei unterschiedlichsten infektiösen und entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Das breite Wirkungsprofil der Stoffklasse MP1000 wird dadurch erklärt, dass die biochemischen Interaktionen an einem zentralen Mechanismus des Immunsystems, den Makrophagen, stattfinden. Hyperaktivierte Makrophagen sind ein zentraler Faktor bei der chronischen Verlaufsform vieler infektiöser -, entzündlicher - und autoimmuner - Erkrankungen. Eine effektive Hemmung der überschießenden Makrophagenaktivierung stellt eine neuartige und hocheffektive Therapiemöglichkeit dar.

MP-1021 auch bei der Behandlung der gefährlichsten Hepatitisvariante - Hepatitis C - erfolgreich.

Zürich/Berlin - Die Auswertung weiterer Ergebnisse einer in Russland durchgeführten Studie zur Therapie verschiedener Formen der Virushepatitis hat nun auch die hervorragende Wirksamkeit von MP-1021 bei der Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C bestätigt. Nach den bereits bekannt gegebenen ermutigenden Studienergebnissen zur Behandlung der chronischen Hepatitis B (Pressemitteilung vom 25.07.2007),  war die Frage, ob MP-1021 auch bei dem aggressivsten der bekannten Hepatitiserreger wirksam ist, von besonderer Bedeutung.

Die nun im Forschungs- und Entwicklungszentrum der MetrioPharm AG  in Hennigsdorf bei Berlin ausgewerteten Studienergebnisse zeigen, dass MP-1021 die Therapiedauer bei der chronischen Hepatitis C (cHCV) gegenüber der heute üblichen Standardtherapie erheblich verkürzt und gleichzeitig die Erfolgsrate signifikant steigert.

In der jetzt ausgewerteten Studie wurde die Wirksamkeit einer 6-12 monatigen Standardtherapie bestehend aus Nukleosidanaloga und symptomatischer Behandlung mit einer Kombination aus Standardtherapie plus MP-1021 bei Patienten mit chronischer und klinisch manifester Hepatitis-C der Genotypen 1a und/oder 3a verglichen. Die hier vorgestellten Ergebnisse beziehen sich auf einen Vergleich von MP-1021- zu Kontrollgruppe nach 50-tägiger Behandlungsdauer.

Untersucht wurde, welche Auswirkungen diese beiden Therapieformen auf den Verlauf von Laborparametern und den klinischen Zustand der Patienten haben. Darüber hinaus wurde der Effekt der Therapie auf wichtige Entzündungsmarker wie TNF-alpha und Interleukin-1 untersucht.

Bei 78% der Patienten aus der MP-1021 Behandlungsgruppe kam es zu einer Normalisierung des Bilirubinwertes und der Leberenzymwerte. Dieses Ergebnis konnte bei keinem der Patienten aus der Kontrollgruppe erreicht werden.

Bei 86% der Patienten aus der MP-1021 Gruppe kam es zu einer völligen Remission des klinischen Beschwerdebildes (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Gelbsucht) gegenüber lediglich 12% in der Kontrollgruppe. Auch bei der Kontrolle der entzündungsrelevanten Zytokine zeigte sich ein signifikanter Vorteil der MP-1021 Kombinationstherapie. So konnte der IL-1beta Spiegel in der MP-1021 Gruppe auf 38% und der TNF-alpha Spiegel auf 16,5% der Werte der Kontrollgruppe gesenkt werden.

Nachuntersuchungen der Patienten im Abstand von 4 und 10 Monaten nach Therapieende (entspr. ca. 6 und 12 Monaten nach Therapiebeginn) zeigten eine anhaltende Stabilisierung oder weitere Verbesserung der klinischen Befunde und Laborparameter in der MP-1021 Gruppe.

 „Der Wirksamkeitsnachweis von MP-1021 bei der Therapie der chronischen Hepatitis C hat selbst uns in seiner Eindeutigkeit überrascht. Diese Erkrankung wird in ihrer Verbreitung und Brisanz außerhalb von Fachkreisen noch weitgehend unterschätzt. Da die bestehenden und derzeit in der EU zugelassenen Therapieverfahren langwierig, belastend und bei vielen Betroffenen nicht wirksam sind, gewinnt im Licht dieser Ergebnisse unser MP-1021 Hepatitisprogramm weiter an Bedeutung.“ kommentiert Dr. Wolfgang Brysch, Präsident des Verwaltungsrates der MetrioPharm AG die Studienergebnisse.

Über Hepatitis C Infektionen

Die Hepatitis C Erkrankung wird durch ein auf dem Blutweg übertragenes Virus verursacht. Es handelt es sich um eine Viruserkrankung die weltweit vorkommt und eine große medizinische, epidemiologische und gesundheitsökonomische Bedeutung hat.

Im Gegensatz zur Hepatitis A und B ist keine Schutzimpfung verfügbar.

HCV ist weltweit verbreitet und 2-3 % der Weltbevölkerung sind chronisch infiziert. Diese medizinische Verlaufsform bleibt auf Grund der häufigen Beschwerdefreiheit über Jahre unentdeckt und führt bei Nichtbehandlung zu lebensbedrohenden Folgeerkrankungen, wie der Leberzirrhose und dem hepatozellulärem Karzinom.

Experten schätzen, dass in industrialisierten Ländern 20% der akuten Leberentzündungen, 40% der Leberzirrhosen, 70-85% der chronischen Leberentzündungen und 60% der Leberzelltumoren auf das Vorliegen eines chronischen HCV Infektionsverlaufes zurückzuführen sind.

Für die medikamentöse Therapie stehen zurzeit zwei Substanzen mit antiviralen Eigenschaften zur Verfügung: Interferon alpha und Ribavirin. Eine Einzel- oder Kombinationstherapie ist langwierig und dauert i.d.R. 24-48 Wochen. Trotzdem liegen die Heilungschancen hierbei nur bei 50-75 %. Gerade die Interferontherapie kann mit erheblichen Nebenwirkungen einhergehen. Erschwerend hinzu kommt die Kontraindikation bei bestehenden Begleiterkrankungen wie z. B. Leberzirrhose im fortgeschrittenen Stadium und Autoimmunerkrankungen.

Über die Metriopharm AG

Die Metriopharm AG ist ein Biotechnologie Unternehmen, das innovative Medikamente gegen Infektions- und Entzündungskrankheiten entwickelt.  Moleküle aus der Entwicklungspipeline der Metriopharm AG, die zur patentierten Wirkstoffklasse MP-1000 gehören, können bei unterschiedlichsten infektiösen und entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Das breite Wirkungsprofil der Stoffklasse MP1000 wird dadurch erklärt, dass die biochemischen Interaktionen an einem zentralen Mechanismus des Immunsystems, den Makrophagen, stattfinden. Hyperaktivierte Makrophagen sind ein zentraler Faktor bei der chronischen Verlaufsform vieler infektiöser -, entzündlicher - und autoimmuner - Erkrankungen. Eine effektive Hemmung der überschießenden Makrophagenaktivierung stellt eine neuartige und hocheffektive Therapiemöglichkeit dar.

Quellen: Robert Koch Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 15, Hepatits C

MetrioPharm nimmt elektronisches Zulassungssystem in Betrieb
Zürich/Berlin, Die MetrioPharm AG investiert einen sechsstelligen Betrag in ein modernes elektronisches Dokumentenmanagement-System im Bereich der Pharma-Entwicklung und Zulassung. Mit der Einführung von BM-Windream kann die gesamte Forschungs- und Entwicklungsdokumentation entsprechend den hohen Anforderungen der internationalen Zulassungsbehörden direkt elektronisch erfasst und weiter bearbeitet werden. Diese neu eingeführte Technologie spart Zeit und wertvolle Personalressourcen bei pharmazeutischen Entwicklungsprojekten und verkürzt die Bearbeitungszeiten der Zulassungsbehörden. Die MetrioPharm AG hat damit einen weiteren konsequenten Schritt hin zu schnellen und optimierten Entwicklungszyklen getan. Dieser Zeitvorteil kann den Wert einer Lizenz wesentlich erhöhen.