Immuntherapie bei IMIDs

Eine zentrale Herausforderung für die moderne Medizin

 

Immuninduzierte Entzündungskrankheiten (IMIDs) - Millionen Menschen sind betroffen

Immuninduzierte Entzündungskrankheiten (Immune-Mediated Inflammatory Diseases = IMIDs) stellen eine zentrale Herausforderung für die moderne Medizin dar: schätzungsweise 50 Millionen Menschen sind allein in den westlichen Industrieländern betroffen, weltweit sind es mehr als 300 Millionen Patienten.
IMIDs umfassen verschiedene Indikationen, zum Beispiel Psoriasis, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose und entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Fast alle IMIDs verlaufen chronisch. Zu den Symptomen gehören: Schmerzen, starkes Unwohlsein, Organschäden, Verlust von Lebensqualität, eine erhöhte Co-Morbidität und verkürzte Lebenserwartung.

Lange wurden IMIDs als voneinander unabhängige Krankheiten angesehen. Erst in den letzten zehn Jahren haben Fortschritte in der Entzündungsforschung und neue Erkenntnisse über das Immunsystem gezeigt, dass es einen gemeinsamen Krankheitsmechanismus gibt.
Dieser kann ganz verschiedene Organe beeinträchtigen und schädigen. Die gemeinsame Ursache von IMIDs liegt in einer Regulationsstörung von Signalwegen im Immunsystem. Daher wird diese Gruppe ursprünglich voneinander unabhängiger entzündlicher Erkrankungen heute als eine zusammenhängende Familie von Krankheiten angesehen.

Die Entdeckung des gemeinsamen Krankheitsmechanismus hat die Tür geöffnet für die Entwicklung deutlich verbesserter Therapien – in Zukunft wird es möglich sein, ganz verschiedene IMIDs mit einem einzigen Medikament zu behandeln.

 

Ein sicherer Ansatz der Immuntherapie

Das menschliche Immunsystem besteht aus zwei verschiedenen Teilsystemen: dem angeborenen Immunsystem und dem adaptiven Immunsystem.
Das angeborene Immunsystem ist der evolutionär "ältere" Teil des Immunsystems. Es erkennt in erster Linie gemeinsame Muster von Krankheit und kann sofort reagieren. Dies können u. a. Verletzungen, physische Stressfaktoren, Bakterien oder Autoimmun-Auslöser sein.

Im Mittelpunkt des chronischen Verlaufs der IMIDs steht eine Dysregulation der Immunantwort infolge einer Verletzung, Infektion oder eines Autoimmun-Auslösers.
Trotz dieser grundlegenden Rolle des angeborenen Immunsystems stand in den letzten 30 Jahren das adaptive Immunsystem mit seinen B-Zellen und T-Zellen im Fokus der meisten neuen Immuntherapien. Während Therapien, die in die Funktion von T-Zellen und B-Zellen eingreifen, potentiell sehr wirksam sein können, bergen sie gleichzeitig ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen.

Erst in den letzten Jahren wurde die entscheidende Rolle des angeborenen Immunsystems beim Krankheitsverlauf der IMIDs vollständig erkannt. Therapien, die die Aktivität der angeborenen Immunantwort modulieren, haben das Potential, bei vielen, wenn nicht allen IMIDs wirksam zu sein. Gleichzeitig können Medikamente, die spezifisch das angeborene Immunsystem modulieren, besser verträglich und deutlich sicherer sein als herkömmliche Immunmodulatoren – ein wichtiger Aspekt für Medikamente, die oft jahrelang genommen werden müssen.
MetrioPharm ist eines der ersten Immuntherapie-Unternehmen, das sich spezifisch auf die Entwicklung neuer Medikamente zur Modulation des angeborenen Immunsystems fokussiert.

 

MetrioPharms MP1000 Plattform – Makrophagen-Modulation als neues Paradigma in der Basistherapie chronisch entzündlicher Erkrankungen

Moleküle aus MetrioPharms MP1000-Plattform zielen auf die Beeinflussung von Makrophagen ab. Makrophagen sind die zentralen Zelltypen des angeborenen Immunsystems. Wenn sie aktiviert werden, nehmen Makrophagen ihre M1-Form an. Verbleiben sie zu lange in diesem Zustand, treiben sie Entzündungen und anschliessende Organschäden voran.

Kennzeichnend für immuninduzierte Entzündungskrankheiten ist ein Teufelskreis, in dem Makrophagen ständig in ihrem entzündlichen M1-Zustand aktiviert bleiben. Die Entzündung, Krankheitssymptome und Gewebeschäden werden chronisch.

Die Moleküle aus MetrioPharms MP1000 Plattform, einschliesslich unserer Leitsubstanz MP1032, haben die Fähigkeit, den H2O2-vermittelten Aktivierungszustand von Makrophagen zu modulieren und ihren M1-Zustand zu reduzieren. Im Gegensatz zu anderen Immunmodulatoren ist der orale Wirkstoffkandidat MP1032 dabei „immune-sparing“: MP1032 beeinflusst ausschliesslich Makrophagen in entzündeten Geweben ohne das Risiko für Infektionen zu erhöhen.

MP1032 wurde in einer klinischen Phase I Studie sehr gut vertragen und befindet sich derzeit in weiteren klinischen Studien.